Per Cornetto e Trombone
Italienische Renaissance und Frühbarockmusik
Kirche St. Jakob
Unterretzbach
Die Cink (Cornetto) und die Renaissance-Posaune (Sackbut) dienten zur klangvollen Verzierung sowohl der geistlichen als auch der weltlichen Musik in der Renaissance und im Frühbarock. Sie unterstützten die Gesangsparts in der Vokalpolyphonie oder in Instrumentalformationen mit virtuosen Partien. In unserem Programm stellen wir diese Instrumente in Kammerensemblestücken aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts vor, als sie begannen, auch solistisch eingesetzt zu werden. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Stilperiode war die improvisierte Verzierung, ohne die diese Musik unvollständig wäre. Beide Instrumente werden von einem Organisten unterstützt, der die Basso-Continuo-Partie übernimmt. Der Basso Continuo hat seinen Ursprung im Barock, als die Stimme üblicherweise nach einer nummerierten Basslinie gespielt wurde. Diese Spielweise der Begleitung bietet viel mehr Raum für Improvisationen und erleichtert zudem die einfühlungsvolle Begleitung des Solisten oder des Ensembles. Erwähnenswert ist beispielsweise Valentinis Komposition Canzona, die in Kremsmünster, Österreich, einzigartig erhalten ist und um 1630 datiert wird. Kompositionen für Blasinstrumente wechseln sich überwiegend mit frühbarocken Orgelkompositionen ab.
Účinkující
Eintritt
Freiwillige Spende
Programm
(1590–1648)
(cca 1555–1612)
(1590–1658)
(1568–1634)
Moderna armonia di canzoni alla francese
(1590–1667)
(1568–1634)
Moderna armonia di canzoni alla francese
(1582–1649)
(1653–1706)
Magnificat-Fugen
(1583–1643)
(1616–1667)
(cca 1585–1646)
Ort
Die barocke Bauweise aus dem Jahr 1725 wurde an der Stelle einer kleineren gotischen Kirche errichtet. Der mächtige westliche Turm wurde einige Jahre später in seiner heutigen Form gebaut. Bis zum ersten Bogenfenster könnte der Turm bereits aus der Römerzeit stammen. Die Innenausstattung umfasst Stuckarbeiten, eine Marmorkanzel und Wandfresken. Das Hauptaltarbild zeigt in der unteren rechten Ecke eine Ansicht von Unterretzbach im 18. Jahrhundert. Vor dem Volksaltar befindet sich eine Krypta mit romanischem Gewölbe. Der Park bei der Kirche diente bis 1900 als Friedhof. In einem Bogen der mauerähnlichen Verteidigungswand wurden die Grundmauern einer Beinhaus entdeckt.