Eröffnungskonzert
Orgelkontraste
Samstag, 22. 8. 2026 um 19:00
Kirche Mariä Himmelfahrt
Vranov nad Dyjí (Tschechien)
Wir laden Sie herzlich zur feierlichen Eröffnung des diesjährigen Festivals ein, die am Samstag, den 22. August 2026, ab 19:00 Uhr in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Vranov nad Dyjí stattfindet. Das Konzert trägt den Untertitel „Orgelkontraste“ und präsentiert den hervorragenden österreichischen Organisten Johannes Zeinler, der das Publikum mit tiefer Hingabe und interpretatorischer Brillanz durch verschiedene Musikepochen führen wird. Das Programm ist der Vranover Orgel förmlich „auf den Leib“ geschneidert, sodass es nicht nur musikalisch reichhaltig ist, sondern auch sämtliche technischen und klanglichen Möglichkeiten dieses außergewöhnlichen „königlichen Instruments“ aufzeigt.
Das Abendprogramm bietet eine bunte Palette an Kompositionen und präsentiert die Orgel in unerwarteten Klangfarben: durch die musikalische Darstellung eines historischen Schlachtgetümmels in der Toccata von Alessandro Poglietti, die witzige Nachahmung eines Vogelrufs im Capriccio von Johann Caspar Kerll, in meisterhaften Barockwerken von Johann Jakob Froberger und Georg Muffat, im reizvollen Andante von Wolfgang Amadeus Mozart für ein kleines Instrument sowie in einer expressiven zeitgenössischen Toccata des in diesem Jahr verstorbenen österreichischen Komponisten Thomas Daniel Schlee.
Genießen Sie die Atmosphäre der südmährischen Barockkirche und erleben Sie die einzigartige Schönheit der Musik aus unterschiedlichsten Epochen. Wir freuen uns auf Sie!
Künstler
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Johannes Zeinler, geboren 1993 in Tulln an der Donau bei Wien, ist Gewinner der traditionsreichen Orgelwettbewerbe von St. Albans und Chartres. Seine Ausbildung absolvierte er in den Fächern Orgel, Kirchenmusik, Klavier und historische Tasteninstrumente an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Zu seinen Lehrern zählten unter anderem Pier Damiano Peretti, Wolfgang Zerer, Michel Bouvard, Menno van Delft und Klaus Kuchling. Auslandsaufenthalte in Toulouse und Groningen rundeten seine Studienzeit ab.
Frühe Wettbewerbserfolge in Wiesbaden, Kitzbühel und Vaduz veranlassten Einladungen zu international renommierten Festivals und an bedeutende Instrumente. So konzertierte er unter anderem am King’s College Cambridge, in der Kathedrale von Poitiers, in der St. Bavo Kerk in Haarlem, in Ste-Croix in Bordeaux, in der St. Nicolai Kirche in Altenbruch, in der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg, in der Kathedrale Notre Dame de Paris, im Mariinsky Theater St. Petersburg, in der Tonhalle Zürich sowie im Wiener Konzerthaus.
Neben seiner regen Konzerttätigkeit als Organist unterrichtet er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und ist Stiftsorganist in Klosterneuburg, wo er regelmäßig die bedeutende Festorgel von Johann Freundt (1642) spielt.
www.johanneszeinler.com
Entritt
Freiwillige Spende
Programme
(?–1683)
(1616–1667)
aus dem Libro Secondo (1649)
(1627–1693)
(1627–1693)
(1957–2025)
op. 94/8 (2025)
(1756–1791)
„für eine Walze in eine kleine Orgel“
(1653–1704)
(1653–1704)
aus dem Apparatus musico-organisticus, 1690
Ort
Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist die Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarrei Vranov nad Dyjí und befindet sich im Zentrum der Marktgemeinde Vranov nad Dyjí. Es handelt sich um einen spätromanischen Bau, der später im gotischen Stil umgebaut wurde. Die Kirche steht im Rahmen des Areals der Kirche Mariä Himmelfahrt mitsamt dem Pfarrhaus als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik unter Denkmalschutz. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und in der Folgezeit weiter ausgebaut. In ihrer ursprünglichen Form wurde die Kirche 1645 von den Schweden geplündert, sodass nur die Fundamente übrig blieben, die in den Grundmauern der heutigen Kirche erhalten sind. Im Jahr 1685 wurde die Kirche mit Unterstützung des Adelsgeschlechts der Althanns neu errichtet, das die Kirche auch in den folgenden Jahren förderte. Unter anderem stiftete die Gräfin Maria Anna von Althann der Kirche das Altarbild der Jungfrau Maria. Um 1700 wurde das Kirchenschiff eingewölbt, um 1720 der ursprüngliche Turm abgerissen und noch im selben Jahr ein neuer gemauerter Turm erbaut. 1767 wurde das Dach repariert und 1778 der Chor eingewölbt. Zwischen 1781 und 1782 wurde die Friedhofsmauer instand gesetzt und ein Jahr später ein Wächterhäuschen errichtet, das nach 1800 zu einem Beinhaus umgebaut, jedoch bald darauf abgerissen wurde. In den 1930er Jahren wurde die Kirche repariert, zwischen 1933 und 1934 wurde die Umgebung der Kirche instand gesetzt und 1936 das Innere renoviert. Im Jahr 1957 wurde ein Ölofen in der Kirche installiert, 1958 wurde die Kirche ausgemalt und in den Jahren 1968 und 1969 wurden schrittweise die Dächer der Sakristei und des Presbyteriums rekonstruiert. Im Jahr 1986 wurde das Kirchendach erneut repariert.
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