Barock Dialog von Orgel und Trompete

23. 8. 2020 um 19:00
Mariä Himmelfahrt Kirche
Vranov nad Dyjí

Das Eröffnungskonzert des tschechisch-österreichischen internationalen Musikfestivals „Silberbauer Musikfest Thayatal“, das den Namen des barocken Orgelbauers aus Znojmo trägt, der in der Thayatal-Region tätig war.

Im Rahmen des Festivals "Silberbauer Muskfest Thayatal" treten der renommierte italienische Organist Marco Paolacci und der Barocktrompeter Alexander Kastner aus Österreich auf.

Das Konzert findet unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters von Vranov nad Dyjí, des Herrn Ing. Lubomír Vedra, statt.

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Künstler

  • Marco Paolacci wurde 1985 in Bozen (Südtirol) geboren.

    Er studierte in Bozen, Innsbruck, Wien (Peter Planyavsky, Pier Damiano Peretti) und Toulouse (Michel Bouvard, Jan Willem Jansen) Orgel, Klarinette und Kirchenmusik (Schwerpunkt Chorleitung und gregorianischer Choral). Nach mehreren Erfahrungen im Berufsfeld Kirchenmusik wurde er im September 2014 zum Stiftskapellmeister und Stiftsorganist des Zisterzienserstiftes Zwettl ernannt, an dem er unter anderem für die wertvolle historische Orgel von Johann Ignaz Egedacher (1731) und die Organisation der musikalischen Konzertsaison verantwortlich ist.

    Eine besondere Tätigkeit stellte für ihn die langjährige Arbeit mit dem Louis Braille Chor Wien dar, einem Chor mit blinden und sehenden Sänger_innen, den er über 5 Jahre leiten durfte.

    Als Konzertorganist bereiste Marco Paolacci mehrere Länder Europas (u.a. Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Tschechische Republik, Slowakei) und trat an bedeutenden historischen Orgeln als Solist auf. Unter diesen Instrumenten sind besonders die Orgeln der Kathedrale von Cuenca – Spanien (Juliàn de la Orden, 1770), die Wöckherl Orgel (1642) der Franziskanerkirche Wien wie auch die Orgel von Notre Dame du Taur (Puget, 1880) in Toulouse zu erwähnen.

    Im Herbst 2016 trat Marco Paolacci einen Lehrauftrag am Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten an – hier unterrichtet er unter anderem Orgel, Klavier sowie Ensemble- und Ensembleleitung. Seit 2018 leitet er zusätzlich eine Chorleiterausbildung der Chorszene Niederösterreich.

    Neben seiner Tätigkeit als Organist und Kirchenmusiker ist er Mitglied der Wiener Choralschola, einem Ensemble für gregorianischen Choral und frühe Mehrstimmigkeit und tritt als Referent für Orgel, Kirchenmusik, Chorleitung und Gregorianik in Erscheinung.

    Ab 2018 ist Marco Paolacci künstlerischer Leiter des Festivals „Internationalen Konzerttage“

    Stift Zwettl welches er ab 2020 als neu konzipierte Reihe “ Zusammenspiel – Konzertfestival im Stift Zwettl” leitet.

  • bekam ab dem 12. Lebensjahr Trompetenunterricht in Zwettl - (Musikschule (E. Zimmermann) und Privat (A. Wohak), studierte ab 1988 am Konservatorium der Stadt Wien Instrumental- und Gesangspädagogik sowie Konzertfach Trompete (K. Steininger) und im Studienjahr 1994/95 am Conservatoire Européen in Paris (G. Touvron).

    Konzerttätigkeit
    Konzertduo Eichinger/Kastner (Orgel/Klavier & Trompete), QUINTBRASS, div. Sinfonieorchester-, Theater- & Solistenprojekte, Zwettler Big Band, Musikverein C. M. Ziehrer Zwettl uvam.

    Unterrichtstätigkeit
    für den Musikschulverband Groß Gerungs seit 1989 und für den Musikschulverband Waldhausen seit 1995. Seit 2004 Leiter des Gemeindeverbandes der Musikschule Waldhausen-Großgöttfritz-Rastenfeld-Schweiggers bzw. ab dem Schuljahr 2013/14 Leiter der Regionalmusikschule Waldviertel-Mitte. Dozent bei der NÖ Bläserphilharmonie (Leitung: Thomas Doss) und Fachreferent für den NÖ Blasmusikverband (NÖBV).

    Organisationstätigkeit
    für Klangburg Rappottenstein seit 1997 (Durchführung von Seminaren für Trompete und andere Blechblasinstrumente) - Zusammenarbeit mit internat. anerkannten Musikern wie Ack van Rooyen, Andy Haderer, Rüdiger Baldauf, Karl Steininger, Thomas Faulhammer, Andreas Lackner.

Entritt

freiwillige Spende

Programme

Georg Muffat
(1653–1704)
Toccata decima
ze sbírky: Apparatus Musico Organisticus 1690
Johann Christoph Pepusch
(1667–1752)
Konzert in D
Largo–Allegro–Grave–Marche–Menuet
Gottlieb Muffat
(1690–1770)
Ciacona in h
Wolfgang Amadeus Mozart
(1756–1791)
Andante KV 616
John Alcock the Elder
(1715–1806)
Voluntary in D
Arvo Pärt/Marco Paolacci
(*1935)
Pari Intervallo
Johann Pachelbel
(1653–1706)
Partite diverse sopra
Was Gott tut, das ist wohlgetan
Georg Friedrich Händel
(1685–1757)
Suita z Vodní hudby
Alla Hornpipe–Lentement–March

Fotogalerie

Ort

Die Mariä Himmelfahrt Kirche ist eine Pfarrkirche in der römisch-katholischen Pfarrei im Zentrum von Vranov nad Dyjí. Es ist ein spätromanisches Gebäude, das später im gotischen Stil wieder aufgebaut wurde. Die Kirche ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik auf dem Gelände der Kirche Mariä Himmelfahrt mit ihrem Pfarrhaus geschützt. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und später erweitert. Sie wurde in ihrer ursprünglichen Form 1645 von den Schweden geplündert und nur die Fundamente sind erhalten, die in der Untermauerung der heutigen Kirche erhalten sind. Die heutige Kirche wurde 1685 mit Unterstützung der aristokratischen Familie Althann neu erbaut, diese Familie finanzierte den Kirchenbau und die Ausschmückung auch in den folgenden Jahren. Gräfin Marie Anna Althann schenkte der Kirche unter anderem ein Altarbild der Jungfrau Maria. Um 1700 wurde das Kirchenschiff gewölbt, um 1720 wurde der ursprüngliche Turm abgerissen und 1720 ein neuer Backsteinturm errichtet. 1767 wurde das Dach repariert und 1778 der Chor gewölbt. Zwischen 1781 und 1782 wurde die Friedhofsmauer repariert und ein Jahr später ein Wachhaus gebaut, das nach 1800 zu einem Beinhaus umgebaut wurde - es wurde jedoch bald abgerissen. In den 1930er Jahren wurde die Kirche repariert, zwischen 1933 und 1934 wurde die Umgebung der Kirche und 1936 wurde das Innere repariert. 1957 wurden Ölöfen in der Kirche installiert, 1958 wurde die Kirche gestrichen und 1968 und 1969 wurden das Dach der Sakristei und der Chor schrittweise rekonstruiert. 1986 wurde das Dach der Kirche erneut repariert.

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